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Geodaten und Kronjuwelen

Die Diskussion über die freie Verfügbarkeit von Geodaten ist hier ja schon mal behandelt worden. In Großbritannien gewinnt die Auseinandersetzung gerade ein besonderes Profil: Der Guardian hat unter dem Slogan Free Our Data eine Kampagne lanciert, um eine bessere Verfügbarkeit öffentlicher Daten zu erreichen.

Dabei geht es auch um Geodaten, wie sie etwa von der britischen Kartographie-Behörde Ordnance Survey erhoben und verwaltet werden.

Unsere Steuern finanzieren das Einsammeln öffentlicher Daten – und trotzdem zahlen wir ein zweites Mal, um Zugang zu ihnen zu bekommen.

schimpft der Guardian in einem Artikel, der einen programmatischen Titel trägt: “Gebt uns die Kronjuwelen zurück!”

Die aktuelle Situation erstickt Innovation, Unternehmergeist und die Kreativität, die neue Geschäftsideen zum Leben erwecken sollte.

Ein weiterer Artikel berichtet über einen Vortrag von Tim Berners-Lee zum Thema. Der fordert ebenfalls einen offeneren Umgang mit kartographischen Daten – allerdings, wie Ordnance-Survey-CTO Ed Parsons in seinem Blog unterstreicht, nicht unbedingt einen kostenlosen. (Siehe auch den Artikel im Free Our Data-Blog zum Thema.)

Bei Ordnance Survey scheint man in der Tat darüber nachzudenken, wie man einen intelligenteren Umgang mit Geodaten ermöglichen kann. Das Modell der BBC – die über ihr Backstage-Projekt nichtkommerzielle Anwendungsmöglichkeiten ihrer Inhalte anbietet – wäre ein denkbarer Weg. Und das hätte dann möglicherweise auch Vorbildfunktion für andere Länder.

Via iRights.

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