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Xaver Imfeld

Xaver Imfeld
Das Historische Museum Obwalden, in der Kantonshauptstadt Sarnen, präsentiert eine Ausstellung zum Topografen und Kartografen Xaver Imfeld (1853 – 1909). Imfeld stammte selbst aus Sarnen und gilt als einer der bedeutendsten Topografen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Er gehörte zu den Mitarbeitern am sogenannten Siegfriedatlas, dem amtlichen Topographischen Atlas der Schweiz, der von 1870 bis 1922 entstand und bis 1952, in wechselnden Auflagen, das maßgebliche Kartenwerk des Landes war.

Imfeld war außerdem als Ingenieur an der Planung zahlreicher Bergbahnprojekte beteiligt, etwa am Jungfraujoch oder am Gornergrat, auch bei den nicht verwirklichten Vorhaben einer Matterhornbahn oder dem Versuch, die Mont-Blanc-Bahn bis auf den Gipfel zu führen.

Seine Arbeit fällt in die Zeit der touristischen Entdeckung des Alpenraums, und die Nachfrage nach exakten Karten ist groß. Imfeld ist einer Pioniere der Schweizer Manier, die den realistischen Blick des Ingenieurs mit dem ästhetischen Empfinden des Bergwanderers verknüpft und dabei einige viel bewunderte Lösungswege für topografische Aufgaben – zum Beispiel die adäquate Darstellung von Felsmassiven – entwickelt (hier ein Beispiel). Imfeld fertigt auch dreidimensionale Ansichten, für Panoramakarten oder realistische Modelle von Bergen und Gebirgsmassiven, vom Matterhorn etwa oder vom Jungfraujoch.

Die Ausstellung in Sarnen präsentiert einige Exponate aus der topografischen und kartografischen Arbeit Imfelds, außerdem Informationsmaterial zu seinen Ingenieursprojekten und zu den technischen Voraussetzungen des Alpinismus und der Ingenieursdisziplinen seiner Zeit.

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