Vor einiger Zeit habe ich schon mal auf das Projekt 4816 hingewiesen, das aus individuellen Erfahrungen so etwas wie eine alternative Kartografie der Stadt Wien versucht. Hier gibt es ein Projekt, das Ähnliches vorhat: Urban Pilgrims entstand – wenn ich es richtig sehe – im Frühjahr, nach dem Vorbild anderer Projekte, die es in Edmonton, Calgary und München gab (oder noch gibt?).
Das Projekt will städtische Pilgerorte ausfindig machen, und zwar solche mit persönlicher Note: “In einer Online-Umfrage und auf einem Stadtplan werden die BesucherInnen nach individuellen Momenten und Erlebnissen gefragt, die an konkrete Orte ihrer Stadt geknüpft sind”, heißt es auf der Website. Dadurch entsteht ein Archiv “unterschiedlicher Themenkreise”, das Aufschluss zu Aspekten wie “generelle Raumstrukturen, Formen urbaner Aneignung, Image-Darstellungen oder Kräfteverhältnisse innerhalb der Stadt” bieten soll.
Eine systematische Datenbank ergibt das nicht, eher ein buntes Sammelsurium aus Flickr-Bildern, einem Google-Mashup und Blog-Einträgen. Da gibt’s einige amüsante und interessante Dinge, aber ich vermute, das Spannendste dürften die Aspekte des Projektes sein, die offline stattfinden. Vor allem die als “Pilgertouren” bezeichneten Spaziergänge durch die Stadt, auf denen die Ergebnisse der Umfrage gemeinsam mit einem prominenten Gast analysiert werden. Am 9.6. zum Beispiel wird Hermes Phettberg mitspazieren.
Im Standard wird das Projekt etwas ausführlicher vorgestellt.
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