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Ärger für Zotero

Zotero ist ein praktisches Tool zur Verwaltung von bibliographischen Nachweisen in Firefox. Entwickelt wird die Open-Source-Software vom Center for History and New Media (CHNM) an der George Mason Universität in Virginia. Nun haben die Entwickler Ärger bekommen: Thomson Reuters hat den Bundesstaat Virginia verklagt, weil Zotero dem eigenen Geschäftsmodell “irreparablen Schaden” zufüge.

Thomson entwickelt die Bibliographierungs-Software EndNote und ist über die Open-Source-Konkurrenz gar nicht erfreut:

In particular, Thomson is demanding that GMU stop distributing the newer beta-version of Zotero that allegedly allows EndNote’s proprietary data format for storing journal citation styles to be converted into an open-standard format readable by Zotero and other software. Thomson claims that Zotero “reverse engineered or decompiled” not only the format, but also the EndNote software itself.

Die Klage ist aber offenbar nach hinten losgegangen: In der US-akademischen Blogosphäre ist die Unterstützugng für Zotero relativ einhellig, und die meisten Stimmen formulieren ihre Kritik an Thomson etwa so wie das Magazin Nature.

the virtues of interoperability and easy data-sharing among researchers are worth restating. Imagine if Microsoft Word or Excel files could be opened and saved only in these proprietary formats, for example. It would be impossible for OpenOffice and other such software to read and save these files using open standards — as they can legally do.

Auch die Universität hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und stärkt ihren Forschern den Rücken – nicht ohne süffisant darauf zu verweisen, dass man die eigene Lizenz für EndNote gekündigt habe.

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