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Kartenanarmorphote

cartogram

Kuriose Karten wie die oben dargestellte heißen Kartenanamorphote: Nicht die Fläche, sondern irgend eine andere Variable stellt den Maßstab für die Größenverhältnisse, die topologischen Beziehungen bleiben aber im wesentlichen gewahrt. Oben sehen wir zum Beispiel eine kartographische Darstellung der US-Wahl, bei der die US-Staaten nicht entsprechend ihrer Fläche, sondern ihrer Stimmzahl skaliert sind. (Zu finden auf dieser Website, wo es noch einige andere interessante Grafiken zur US-Wahl gibt.)

Die englischsprachige Welt benutzt dafür das etwas weniger sperrige Wort cartogram, das auch im Deutschen existiert, dort bezeichnet es aber etwas anderes. Anamorphote mögen auf den ersten Blick wie eine nette Spielerei aussehen, aber gerade in der “Verzerrung” der gewohnten Darstellung liegt natürlich der Reiz: Je nach Blickwinkel lassen sich soziologische oder ökonomische Gegebenheiten so deutlicher vorführen.

Wer solche Anamorphote selbst erstellen will, kann das mit Hilfe einer kleinen Software tun, nämlich dem gratis verfügbaren Tool ScapeToad. Entwickelt wurde die Applikation, um ein schweizerisches Forschungsprojekt zu begleiten, in dem es genau um die oben angedeuteten Fragen geht: Wie werden Räume erfahren? Wie lassen sich individuelle und soziale Befindlichkeiten kartographisch erfassen und darstellen? Verantwortlich ist das Chôros-Institut der FH Lausanne, das unter anderem den Atlas des räumlichen Wandels der Schweiz herausgibt – auch darin finden sich einige interessante Anamorphote.

Es geht natürlich auch noch slicker: Nämlich mit den flash-animierten Anamorphoten von Show/World.

Ein Kommentar

  1. I learned a lot from your discussion. Thank you for the insight. I really appreciate your thoughts on the subject.

    Verfasst am 28.10.13 um 1:59 pm | Permalink

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