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Torres del Paine: Ein Jahr nach dem Waldbrand

Laguna Azul

Welche Risiken es mit sich bringt, wenn mehr und mehr unberührte Landschaften für den Tourismus erschlossen werden, das haben die Chilenen im vergangenen Jahr erlebt. Die Torres del Paine im Süden des Landes gehören zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Landes, und zu den beliebtesten touristischen Zielen. Vor fast genau einem Jahr löste das Lagerfeuer eines tschechischen Touristen einen Waldbrand aus, der ein großes Areal westlich und südlich der Laguna Azul zerstörte.

Seither haben betroffene Institutionen und Verbände, vor allem die chilenische Forstbehörde, der lokale Tourismusverband Austro Chile und die Universidad Austral, vor allem das Ausmaß des Schadens zu bemessen versucht. Die forstwissenschaftliche Fakultät der Universidad Austral hat das Terrain kartografiert (das Material ist, soweit ich sehe, leider nicht online), nun soll behutsam mit der Wiederaufforstung begonnen werden. Großzügige Spendenmittel sind dabei auch von der tschechischen Regierung geflossen – der Tourist selbst wurde zwar zu einer Geldstrafe verurteilt, die fiel nach geltendem chilenischen Recht jedoch sehr gering aus.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse und der Maßnahmen, die seither zur Wiederherstellung des Naturparks getroffen wurden, gibt es hier, allerdings auf spanisch. Wenn man sich etwas genauer informieren möchte, muß man über die Grenze schauen: Die argentinische Raumordnungsbehörde CONAE hat auf ihrer Website ein paar Karten und Grafiken, die das Ausmaß der Brandkatastrophe veranschaulichen. (Weitere Bilder und Karten gibt es bei der Universität Freiburg.)

Die CONAE-Site ist insgesamt eine interessante Fundgrube für Informations- und Kartenmaterial zu Umweltfragen, Klimaforschung und Naturereignissen: Es gibt hier zahlreiches Karten- und Bildmaterial, beispielsweise zu Umweltverhältnissen, Vulkanausbrüchen und Waldbränden in der Region. (Nicht alles davon ist allerdings aktuell: Bilder zu Hochwassern im Norden Argentiniens tragen zwar den Hinweis Nuevo!!!, stammen aber aus dem Jahr 2004.)

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